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Die Tribute von Panem - The Hunger Games ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, der im Jahr 2012 in den Kinos
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erschien.

HandlungBearbeiten

Der Film spielt in der Zukunft im diktatorischen Staat Panem. Er besteht aus zwölf Distrikten und dem Kapitol als Regierungssitz. Während es den Menschen im zivilisierten Kapitol gut geht, kämpfen die Menschen in den Distrikten um das tägliche Überleben. Die Menschen in vielen Distrikten hungern und müssen sich durch Wilderei, das Sammeln von wildem Gemüse und Früchten und den dadurch erzielten Tauschgeschäften ernähren. Wer dies nicht schafft, ist auf die Rationen des Kapitols angewiesen. Jedoch bedeutet jede Inanspruchnahme dieser einen weiteren Zettel mit dem eigenen Namen in einer Lostrommel. Jedes Jahr werden Zettel aus der Trommel gezogen, deren benannte Personen dann als Tribut in einer Arena landen. Dabei handelt es sich um die sogenannten Hungerspiele, welche landesweit im Fernsehen übertragen werden. Bei diesem modernen Gladiatorenkampf muss jeder Distrikt, repräsentiert durch je einen Jungen und ein Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, in der vom Kapitol kontrollierten Arena gegeneinander antreten und sich gegenseitig umbringen, bis nur noch ein Tribut übrig bleibt.
Die Handlung setzt vor den 74. Hungerspielen ein. Bei der Auslosung der Tribute des zwölften Distrikts wird die zwölfjährige Primrose Everdeen als Kandidatin der Spiele ausgelost. Aufgrund der Überzeugung, dass Primrose die Arena nicht überleben wird, meldet sich ihre ältere Schwester Katniss Everdeen als Freiwillige für die Spiele und löst Primrose somit von der Verpflichtung, in der Arena anzutreten. Katniss, eine begabte Jägerin mit Pfeil und Bogen, übernahm nach dem Tod ihres Vaters und dem darauf folgenden Zusammenbruch ihrer Mutter die Rolle des Familienversorgers. Zusammen mit dem männlichen Tribut Peeta Mellark aus ihrem Distrikt reist sie ins Kapitol, um sich dort für die Spiele vorzubereiten. Aufgrund der hohen medialen Aufmerksamkeit stehen den Tributen Berater und Stylisten zur Verfügung. Früh lernt Katniss, dass im Rahmen der Spiele ein hohes Maß an Schauspielerei nützlich ist, um aus der Masse der Tribute hervorzutreten. Dies ist wichtig, da beliebte Tribute Sponsoren für sich gewinnen können, die während der Hungerspiele kostbare Geschenke wie Nahrung oder Medikamente in die Arena schicken können. Nachdem alle Tribute im Kapitol eingetroffen sind, werden sie in Kostümen, die ihren Distrikt widerspiegeln, auf Streitwagen zum Sitz von Präsident Snow gefahren und so den Zuschauern präsentiert. Die Stylisten wählen für Katniss und Peeta einen schwarzen Overall aus (ihr Distrikt zwölf ist für den Kohleabbau zuständig), von dem ein synthetisches Feuer ausgeht. Diese Präsentation stellt den Auftritt aller anderen Tribute in den Schatten. Katniss ist jetzt als „das Mädchen, das in Flammen steht“ bekannt.
Kurz vor den Spielen kann jeder Tribut noch einmal die Sponsoren durch ein individuelles Zieltraining beeindrucken. Katniss bemerkt jedoch bei ihrem Auftritt das Desinteresse der Geldgeber, die auf einer erhöhten Plattform ein Buffet genießen. Um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, schießt sie quer durch die Reihen der anwesenden Sponsoren auf einen Apfel, der sich in der Schnauze eines gegrillten Spanferkels auf dem Buffet befindet, und pinnt den Apfel mit ihrem Pfeil an der Wand fest.
Während eines TV-Events, bei dem die Tribute vom Moderator Caesar Flickerman interviewt werden, enthüllt Peeta seine Liebe zu Katniss, wobei er die Tragik der Tatsache betont, dass nur einer der beiden die Arena lebend verlassen wird. Katniss kann mit dieser Äußerung nicht sofort etwas anfangen und zeigt sich daher vorerst wütend, spielt jedoch später auf weiteres Anraten mit, um ihrer gestiegenen Beliebtheit nicht entgegenzuwirken.
Am Tag darauf beginnen die Spiele. Die Tribute starten in einem Halbkreis um ein stilisiertes Füllhorn herum. Vor dem Füllhorn liegen Waffen und Rücksäcke mit Ausrüstung. Auf Anraten ihres Mentors Haymitch Abernathy beteiligt sich Katniss nicht an dem, für viele Tribute tödlichen, Kampf um die Waffen, sondern nimmt einen Rucksack und rennt in den Wald. Nachdem fast die Hälfte der Tribute bereits innerhalb der ersten Stunden stirbt (bei jedem Tod wird eine Kanone abgeschossen), ziehen sich die Hungerspiele über mehrere Tage hin; die gut ausgebildeten Tribute der Distrikte eins, zwei und vier, die sogenannten ‚Karrieros‘, schließen sich mit Peeta zu einer Allianz zusammen, allerdings wird Peeta nur als Mittel zum Zweck benutzt, da die Allianz Katniss, als größte Konkurrenz, ausschalten will.
Die Spielemacher sind während des Spiels in der Lage, Regeln zu ändern und die Natur innerhalb des Kampfgebiets zu kontrollieren. Als Katniss sich zu weit von den anderen Tributen entfernt, bringen sie sie in große Gefahr, indem sie ein Feuer entfachen, welches Katniss zurück ins Zentrum und in die Nähe der feindlichen Allianz drängt. Zusammen mit Rue, einer sehr jungen Tributin aus dem Distrikt elf, schafft sie es jedoch, den durch Cato angeführten Karrieros zu entkommen. Dabei kommen weitere Gefolgschaften aus Catos Allianz ums Leben. Rue und Katniss planen, die Vorräte der Feinde anzugreifen und zu vernichten. Der Plan glückt, aber Rue wird dabei von Marvel getötet. Katniss bestattet sie und schmückt Rues Leichnam mit Blumen. Daraufhin kommt es zu Unruhen in Distrikt 11.
Währenddessen sucht Haymitch Abernathy den Spielemacher Seneca Crane auf und schlägt ihm vor, mehr Nutzen aus der tragischen Liebe zwischen Katniss und Peeta zu ziehen. So sollen Katniss und Peeta zum Publikumsmagneten werden. Daraufhin werden die Regeln modifiziert: Künftig solle es zwei Sieger geben dürfen, sofern die letzten beiden Überlebenden aus dem gleichen Distrikt stammen. Als Katniss davon erfährt, sucht sie Peeta auf, der sich mittlerweile von der Gruppe getrennt hat und schwer verletzt ist. Katniss und Peeta, die während der Spiele nun eine teilweise inszenierte, teilweise echte Romanze ausleben, verstecken sich in einer Höhle.
Als Katniss am nächsten Tag im Begriff ist, Medizin für Peeta zu beschaffen, wird sie von Clove, dem weiblichen Tribut aus Distrikt zwei, angegriffen. Kurz bevor Clove Katniss töten kann, wird Clove in letzter Sekunde von Thresh (ebenfalls Distrikt elf) getötet. Bedingt durch Katniss' Fürsorglichkeit gegenüber Rue verschont Thresh Katniss. Somit kann sie zusammen mit der Medizin in die Höhle zu Peeta zurückkehren und Peetas Wunden versorgen.
Im Laufe der Spiele dezimiert sich die Zahl der Tribute immer weiter: Nur noch Katniss, Peeta, Thresh, Fuchsgesicht und Cato sind übrig. Als Peeta und Katniss getrennt auf Nahrungssuche gehen, hört sie die Kanone, die den Tod eines weiteren Tributes verkündet. Mit der Angst, es könnte sich um Peeta handeln, macht sie sich auf die Suche nach ihm und findet dessen Jacke, auf der Beeren abgelegt sind. Katniss findet Peeta und erklärt ihm, dass die gesammelten Beeren hochgiftig sind. Kurz darauf entdecken die beiden die tote Fuchsgesicht, die die Beeren gegessen hat, da sie aus Peetas Verhalten schloss, dass diese essbar sind. Katniss steckt sich einige Beeren ein, um mit diesen ihren größten Widersacher Cato umzubringen. Um die Dramatik zu erhöhen und die Spiele enden zu lassen, manipulieren die Spielemacher die Arena so, dass es bereits früh dunkel wird. Zusätzlich erschaffen die Spielmacher hundeähnliche Kreaturen für die Arena. Diese töten zunächst Thresh und verfolgen schließlich Katniss und Peeta, die sich in letzter Sekunde auf das Füllhorn retten können. Dort werden sie bereits von Cato erwartet. Nach einem Kampf hält Cato Peeta im Würgegriff. Katniss schießt mit ihrem Bogen auf Catos Hand, sodass er Peeta loslässt. Cato stürzt vom Füllhorn, wobei er schließlich von den Kreaturen zerfleischt wird. Katniss verwendet einen Pfeil, um ihn zu töten und ihm somit weiteres Leid zu ersparen.
Als Katniss und Peeta bereits ihren Sieg und ihr Überleben feiern, werden sie von den Spielemachern darüber benachrichtigt, dass die angekündigte Regeländerung wieder aufgehoben wurde. Es darf demzufolge nur einen Sieger geben. Peeta weigert sich zu kämpfen und fordert Katniss auf, ihn zu töten, damit sie zu ihrer Schwester zurückkehren kann. Katniss sinnt jedoch auf einen anderen Ausweg: sie bietet Peeta die Hälfte der giftigen Beeren an und bittet ihn, diese auf ihr Zeichen gemeinsam mit ihr zu essen. Kurz bevor sie die Beeren essen, nehmen die Spielemacher aufgrund des angekündigten Doppel-Suizids die Ankündigung zurück, da es katastrophal wäre, wenn das Spiel ohne einen Gewinner endete. Katniss und Peeta gehen somit beide als Sieger aus den Hungerspielen hervor. Durch ihr heldenhaftes Auftreten und aufgrund der Tatsache, einen Doppelsieg errungen zu haben, zieht Katniss den Ärger des Kapitols auf sich.

(Quelle:[1])

Besetzung und SynchroBearbeiten

KritikenBearbeiten

„Mit Katniss Everdeen [hat der Film] eine wunderbar lakonische Erzählerin und widerständige Heldin, die bestens als generationsübergreifende Identifikationsfigur geeignet ist … Unter der Regie von Gary Ross überzeugt die Adaption als cleveres Drama, das sein Publikum ernst nimmt. Visuell und akustisch betont der Film den Gegensatz zwischen den pompösen Ritualen und Stilmixen der Capitol und Katniss' Festhalten an einer alternativ überlieferten Geschichte. So wird etwa ihre Anstecknadel mit dem Motiv eines Mockingjay, eines Vogels mit besonderer Verbindung zur vergangen [sic!] Rebellion in Panem, wieder zu einem subversiven Symbol. Und smarte Folk-Heldinnen, die sich gegen Unrecht auflehnen und nebenbei eingefahrene Rollenbilder aufmischen, kann es im Kino gar nicht genug geben.“

spiegel.de[17]

„Die bereits Oscar-nominierte Jennifer Lawrence als Katniss ist ein Glücksgriff. Die 21-jährige Amerikanerin ist bestes Identifikationsmaterial in dieser Rolle einer jungen Frau, die zugleich hart und weich sein kann, brutal und zärtlich, widerspenstig und mütterlich … Obwohl das Gemetzel im Buch für die Leinwand entschärft wurde, macht der Film einen großen Schritt in Richtung klare, harte Gewaltdarstellung … Es gehe um die Frage, wie man in solch einer Situation „menschlich bleiben“ könne, sagte Regisseur Gary Ross … aber die Frage, die am Ende dieses nichtsdestotrotz spannenden, solide inszenierten Jugendthrillers stehen muss, ist doch die, ob wir nicht selbst in Panem sitzen und dabei zugucken, was Menschen Menschen antun. Wenn wir es wirklich ändern wollten, wenn wir konsequent wären, müssten wir das Kino verlassen, wenn die Kinder in die Arena einziehen.“

stern.de[18]

„Weiß Katniss, was sie da tut? Ist sie blind vor Wut über die Missachtung, ist sie naiv oder einfach so clever, dass sie sich mit einer kalkulierten Provokation das Wohlwollen der Juroren sichern will? Wird sie gerade zum Teil eines Systems, das auf Ausbeutung und Mord basiert? Oder wird sie dessen Opfer? … Dass dies für den Zuschauer manchmal kaum zu entscheiden ist, unterstreicht die Klasse des Films. In diesen Momenten macht er uns zu Komplizen und emanzipiert sich damit gleichzeitig von der Vorlage, der das naturgemäß verwehrt ist. Dass aber niemand die Gladiatorenspiele als Sieger verlässt, gehört zu den dringlichsten Warnungen dieses Films wie der gesamten Trilogie.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung[19]

„Unfug ist das, zynischer, böser Unfug. Krank. Eine neue Erfolgsserie soll Harry Potter und Twilight folgen. Der erste Teil ist übel. Geschmacklos. Eine dumpfe Verherrlichung von feinen Extrem-Brutalitäten unter Kindern.“

Deutschlandradio Kultur[20]

„Die Jugendbuchverfilmung «Die Tribute von Panem - The Hunger Games» schafft es insgesamt zwar die Vorlage werkgetreu auf die Leinwand zu transportieren, erbt dabei jedoch auch einige ihrer Schwächen und bleibt angesichts des kontroversen Ausgangsszenarios somit deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Was als beklemmende Dystopie und treffsichere Mediensatire beginnt, wird im Verlauf der titelgebenden Hungerspiele trotz der nach wie vor großartigen Jennifer Lawrence zu einer leider äußerst anspruchs- und seelenlosen Hatz durch die Wälder. Verschenktes Potential, das hoffentlich mit der sicherlich kommenden Fortsetzung ausgeschöpft wird.“

– Quetenmeter.de[21]

„... Es gäbe noch mehr zu diesem gut gemachten Film zu schreiben. Vieles könnte noch abgewogen oder hervorgehoben werden. Aber unterm Strich bleibt eine Bilanz. Der Film von Regisseur Gary Ross wird als Streifen für Jugendliche vermarktet. Gleichzeitig bietet er mit Katniss Everdeen nicht nur ein selbstbewusstes Mädchen als Rollenvorbild für Teenager an. „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ ist zudem auch ein Film für alle, die ihrer Pubertät schon längst entwachsen sind. Er regt, und das klingt unwahrscheinlich platt, zum Nachdenken an. Ganz großes Kino mit einer vortrefflichen Jennifer Lawrence. Die Vorfreude auf die folgenden beiden Teile ist groß.“

Filmjunkies.de[22]

FortsetzungenBearbeiten

Im Jahr 2012 war bekannt gegeben, dass die Fortsetzung im Jahr 2013, Die Tribute von Panem - Catching Fire sein wird, welche am 22. November 2013 in den USA-Kinos erscheint. Im Jahr 2015 erscheint dann Mockingjay Teil 1 und 2016/2017 erscheint Mockingjay-Teil 2.

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